Kulinarisches Fest zum Erntedank - Das Kulturspektakel "Rosen & Rüben" ist mit einem Spezialitätenmarkt zu Ende gegangen
Hildesheheimer Allgemeine Zeitung, 05.10.2009
Hildesheim (ber). Das Finale von „Rosen & Rüben" konnten sich die Besucher in der Andreaspassage im wörtlichen Sinn auf der Zunge zergehen lassen. Das Kulturspektakel mit insgesamt rund 130 Veranstaltungen ist gestern passend zum Erntedankfest mit einem regionalen Spezialitätenmarkt zu Ende gegangen.
Während sich die Drachenflieger über den Wind freuten, waren die Aussteller gezwungen, ihre Verkaufsstände in der Andreaspassage aufzubauen, statt wie geplant auf dem Andreasplatz. „Hier drin ist es aber auch ganz schön", fand Stefan Könneke, Hauptorganisator vom Netzwerk Kultur & Heimat Börde-Leinetal. So bekomme der Markt einen geselligen Charakter.![]()
Nach dem Erntedankgottesdienst in der Andreaskirche probierten sich die Besucher durch das Angebot des „Genussmarktes". Wer dem Pfad der Köstlichkeiten folgte, hatte am Ende Fenchel- und Wildschweinwurst, Auerochsenfleisch, Sedetal-Forellen, Kaffee sowie leckere Marmeladen, Liköre und Obstbrände probiert. Die erworbenen Spezialitäten konnten die Besucher noch vor Ort an zwei festlich gedeckten langen Tafeln verspeisen und dabei der stimmungsvollen Musik des „Triotoasthawaii" lauschen. Wer dem Motto „Froher Sinn und frischer Trunk würzen das Leben und halten jung" zustimmte, stärkte sich entweder mit „Schwarzem Huhn oder „Schwarzem Küken" - einem an der Innerste gebrauten Bier. Bei Beate und Wilfried Luschnart aus Hannover gab es Eisenkraut. „Das bekommen sie in guten französischen Restaurants als Tee, weil es verdauungs- und konzentrationsfördernd ist", erklärt Beate Luschnart.
Ein wenig wehmütig schlemmte sich auch Könneke durch die Auslagen. Er sei sehr dankbar für dieses Jahr. Es sei viel Arbeit gewesen und nicht immer habe alles geklappt, aber die Idee, nur einen groben Rahmen vorzugeben und die Menschen vor Ort etwas eigenes gestalten zu lassen, sei voll aufgegangen, sagte Könneke. „Es gab nicht einen Höhepunkt, es gab ganz viele. Ich glaube, das war für viele in der Region ein Motivationsschub." Er fände es gut, wenn die Region alle zwei bis drei Jahre etwas ähnliches auf die Beine stellen würde, gern wäre er wieder als Organisator dabei
Einen Verbesserungsvorschlag hat
Könneke schon: „Es gibt in der Stadt wenige bezahlbare Werbeflächen, um auf solche Veranstaltungen, hinzuwei- sen." 150 Plakate seien in Geschäften verteilt worden, allerdings habe die kaum jemand aufgehängt. Wer „Rosen & Rüben" noch einmal Revue passieren lassen möchte, hat dazu Anfang des kommenden Jahres Gelegenheit. Für Januar oder Februar ist eine Ausstellung geplant, die das gesamte Projekt dokumentiert.

