Gronau nimmt am Projekt „Rosen und Rüben" teil
16.03.2009
GRONAU (tom) „Rosen & Rüben - Kulturzeit im Hildesheimei Land": So lautet der Titel eines ambitionierten Großprojekts in diesem Sommer, gestartet vom Netzwerk Kultur & Heimat. Angelehnt an die „Gartenregion Hannover", präsentieren sich die Landschaft, ihre Gärten und historischen Anlagen mit ihres reichhaltigen Kultur.
Das Konzept stellte jetzt Monika Hruschka vom Projekbüro den Mitgliedern des Kulturkreises in Gronau vor. Die heimischen Kulturschaffenden beteiligen sich unter dem Thema „Auengeschichten" mit eigenen Beiträgen an „Rosen & Rüben".
Sechs Veranstaltungen sind geplant. Los geht es am 26. April mit einer Märchenlese-Aktion mit Elvira Reck, am 21. Mai mit „Nordischer Lyrik im Garten", weiter mit „Kunstwandeln" am 8./9. August in Rheden, Wallenstedt und Heinum, einer Auen-Nacht am 5. September in Deilmissen mit viel Licht und Farbe, mit Fabelwesen und sphärischer Musik, einer „paradiesischen Wanderung" am 25. Oktober sowie schließlich der Krimilesung „Mord in der Aue" mit Angelika Stucke und drei Musikern im November. Rund 200 Institutionen, Vereine, Gruppen, Künstler und ungezählte Bewohner der Region steuern ihre Ideen und Kreativität bei. Genauso vielfältig wie die Initiatoren sind auch die Projekte: Unter der Autobahnbrücke bei Grasdorf kann man im Freilichtkino Filme sehen, ein Kunstcamp entsteht in Derneburg, die Donäne Marienburg lädt zur ,Zwiebelbörse" und der längte Musikzug der Welt tritt auf.
Zum Teil bündeln sich die Aktionen in besonderen Programmpunkten. „Das Innerste euchten" bespielt die Orte und Landschaften am unscheinbaren Fluss Innerste, der durch das Herbst-Hochwasser 2007 bundesweit Aufsehen erregt hat. Damals packten unzählige Menschen an, um die Wassermassen zu bändigen - nun kommen sie zusammen, um den Fluss zu Illuminieren. „Diesmal wird Sie Innerste bis zum Mond zu ;eben sein", kündigen die Veranstalter an. Das dunkle Kleid der Nacht nutzen auch die „Hildesheimer Wallungen", um Dinge zum Vorschein zu bringen, die dem Auge bei Tageslicht verborgen sind. Auf den mittelalterlichen Befestigungsanlagen der Stadt erwarten die Nachtschwärmer künstlerische Darbietungen und überraschende Erlebnisse. Die anliegenden Kirchen sind die ganze Nacht hindurch geöffnet und bieten Konzerte, Lesungen, Theater.
Alle Fäden laufen beim 2002 gegründeten Netzwerk Kultur & Heimat zusammen, einem Verbund regionaler Kulturinitiativen, Vereine und Künstlergruppen. Die Grundidee ist es, die Bevölkerung der Region an kulturellen Prozessen teilhaben zu lassen und die Kulturschaffenden in mittelfristige Planungen einzubinden.
Bei allen Projekten stehen der regionale Entwicklungsgedanke und die nachhaltige Wirkung im Vordergrund.

