Ortsrat: Eisenstangen müssen weichen

Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 12.03.2009

Lechstedt(km). Spitze Eisenstangen an Gräben in der Lechstedter Feldmark beunruhigen Anwohner. Sie fürchten, dass spielende Kinder sich daran verletzen könnten. In der Bürgerstunde der jüngsten Ortsratsitzung kam das Thema zur Sprache. Anwohner monierten, dass an mehreren Gräben der Feldmark lange Eisenstangen hervorragen. Landwirte hatten sie als Markierung für Drainagerohre in den Boden geschlagen. Gefahr drohe vor allem in Sommer, wenn die Eisenstangen in hohem Gras nicht mehr zu sehen seien, lautete die Kritik einiger Zuhörer. Spielende Kinder könnten sich Verletzungen zuziehen. Der Ortsrat sah das ebenso. Die Eisenstangen sollten besser am Feldrand postiert werden, lautete der Tenor. Die Kommunalpolitiker setzen darauf, dass sich die Stadt Bad Salzdetfurth als Aufsichtsbehörde um dieses Problem kümmert.

 

Ein ereignisreicher Kultursommer steht den Lechstedtern bevor. Die Planungen für einen historischen Dorfrundgang und das Kulturprojekt „Lechstedter GartenLust" laufen auf Hochtouren. Das Projekt im Rahmen der Aktion „Rosen und Rüben: Kulturzeit im Hildesheimer Land" sieht vom 6. bis 14. Juni zahlreiche Angebote in Lechstedter Gärten vor.

Den Auftakt gestalten die Sänger von MGV/Singgemeinschaft und PoGS. Sie feiern das 111-jährige Jubiläum des Männergesangvereins mit einem Singfest. In der Festwoche bietet der Kulturkreis verschiedene Veranstaltungen in Lechstedter Gärten an. Unter anderem soll erneut im Pfarrgarten getafelt werden. Von Montag bis Freitagabend stehen „Gärten zur Dämmerstunde" mit Musik und Lesungen oder auch Tipps zur Gartenpflege auf dem Programm. Einzelheiten sollen in einer Hauswurfsendung veröffentlicht werden.

Ortsheimatpflegerin Astrid Riemann organisiert mit Mitgliedern der Kulissenschieber einen historischen Dorfrundgang. Zunächst war dieses Ereignis ebenfalls in der Kulturwoche geplant, doch wegen der Programmfülle findet diese Begehung bereits am 16 Mai statt.

In diesem Jahr sind die Kulissenschieber zum ersten Mal bei der Vergabe von Ortsratsmitteln bedacht worden, ohne einen eigenen Antrag gestellt zu haben „Sie haben unseren Ort weit über die Grenzen des Stadtgebietes hinaus bekannt gemacht", sagte Ortsbürgermeister Peter Ossenkop. Als Anerkennung bekommen die Laienschauspieler 15 Euro in ihre Kasse. Wie schon in den vergangenen Jahren üblich, stellt der Ortsrat dem Seniorenkreis 200 Euro zur Verfügung. Männergesangverein und Singkreis sollen anlässlich ihres Jubiläums 222 Euro bekommen. Für die noch ausstehenden Arbeiten am sanierten Brunnendach werden zirka 100 Euro veranschlagt. Rechtzeitig zur Umweltaktion am 14. März sollen zehn Greifzangen für insgesamt 120 Euro angeschafft werden.

Einen besonderen Dank richtete der Ortsrat an Kai Lührig. Er hatte dem Gremium eine Beamer-Leinwand geschenkt.

"Dein Verhalten ist beispielhaft", betonte Ossenkop. Verärgert zeigte sich der Bürgermeister hingegen über den nachträglich aufgestellten Kleidercontainer. Er stehe neben den Glas- und Papiercontainern auf der Grasfläche. Der Container solle in die gepflasterte Stellfläche integriert werden. Ossenkop forderte die Verwaltung zum Handeln auf, um die Missstände zu beseitigen. „Die Landschaft soll doch sauber bleiben". Am Ende der Sitzung bat Ossenkop um eine rege Beteiligung an der Umweltaktion. Treffpunkt am Sonnabend, 14. März, ist um 9 Uhr an der Tischtennishalle.